schlosskonzert

Die Musikkapelle Aistersheim veranstaltet heuer zum ersten Mal ein Open-Air-Konzert im Arkaden-Innenhof des Wasserschloßes Aistersheim.

Das Ambiente und vor allem die Akustik im Innenhof des Schloßes sind außergewöhnlich und versprechen ein besonderes Klangerlebnis. Das ausgesprochen abwechslungsreiche musikalische Programm führt von „Orpheus in der Unterwelt“ bis zum Walzerkönig Johann Strauss. Moderne Blasmusikkompositionen finden ebenso Platz, wie Marsch und Polka. Die musikalische Leitung liegt in den bewährten Händen von Mag. Hermann Pumberger, der bereits seit über 12 Jahren der Musikkapelle Aistersheim ihre musikalische Handschrift verleiht. Pumberger nimmt neben seiner Tätigkeit als Landesmusikschullehrer für Tuba, Schlagwerk und Ensembleleitung Blasorchester wichtige Funktionen im OÖ Blasmusikverband wahr.

Ein besonderes Highlight des Abends ist das Concertino für Flöte von Cecil Chaminade. Die solistisch schwierige Partie wird von der Aistersheimerin Johanna Heltschl (Studentin an der Anton Bruckner Privatuniversität) gemeistert. Mit dem Schlagwerk-Ensemble „Four over Four“ und der Gesangssolistin Mag. Anna Bointner werden weitere besondere Erlebnisse geboten.

Moderiert wird der Abend zum ersten Mal in Doppelconférence durch Mag. Katrin Bointner und Walter Krenn.

Die Musikkapelle Aistersheim freut sich auf viele interessierte Zuhörer und einen spannenden Konzertabend mit Renaissance-Ambiente!

Das Renaissance Wasserschloß Aistersheim

Das Wasserschloss Aistersheim, das berühmte Juwel der Renaissancebaukunst, geht in seiner Entstehungsgeschichte auf einen der bedeutendsten Dichter deutscher Sprache, den Minnesänger Dietmar von Aist, um das Jahr 1150, zurück. Oberösterreich westlich der Enns war damals bayerisch. Die Burg war eine Befestigung an der damals bei Haag am Hausruck verlaufenden Grenze zu Bayern.

Das gesamte Schloss steht auf einer Unzahl von Holzpiloten und ist zur Gänze von Wasser umgeben. Zwei massive Holzbrücken führen zu den beiden großen Eingangstoren.

In der Zeit der Reformation war das Schloss ein Zentrum der Protestantismus. Achaz von Hohenfeld, der den Besitz 1568 bis 1603 innehatte, wurde als lutherischer Papst bezeichnet. Dessen Enkel Otto Achaz kehrte 1636 zur katholischen Konfession zurück und widmete sich in besonderer Weise der Förderung einer Reihe von ihm betreuter Kirchen.

Im Laufe der 856 Jahre des Bestehens des Schlosses scheinen im Grunde genommen zwei Besitzerfamilien auf: von 1150 an die Familie der Aistersheimer, die im Jahre 1443 durch die Einheirat von Hanns Hohenfelder auf dessen Namen überging. 1830 kaufte Johann Carl Dworzak den Besitz von der damaligen Erbengemeinschaft, darunter die Fürstin Anna Schwarzenberg. Die heutige Besitzerin ist Elisabeth Birnleitner, geborene Korompay.

Veranstaltungen im Schloss werden von zirka 30.000 Menschen pro Jahr besucht. Wirtschaftliches Rückgrat ist nach wie vor der 380 ha umfassende land-, vor allem forstwirtschaftliche Betrieb.